Die Marke Daimler ( Daimler Motor Company/England ) ist eine rein englische Firma, die Fahrzeuge haben nichts mit Daimler Deutschland, Daimler Benz - oder Mercedes Benz zu tun. 

 

Es handelt sich um komplett eigene Entwicklungen.

Als Luxusfahrzeuge der damaligen Zeit sind diese Auto nie in großen Stückzahlen produziert worden und entsprechend selten. In England

ab und zu auf den Straßen noch anzutreffen - ansonsten sehr selten. 

Die Daimler Motor Company wurde bereits im Jahre 1896 in Coventry/England gegründet, ursprünglich um den Nutzfahrzeugbau aufzunehmen.

Per 18. Februar 1891 konnte Frederick R. Simms von Gottlieb Daimler die Lizenz am schnelllaufenden Verbrennungsmotor für England und das British Empire erwerben.

Am 26. Mai 1893 gründete Simms ein Unternehmen mit dem Namen Daimler Motor Syndicate. Im Vorstand war auch Gottlieb Daimler, der zusammen mit Simms im Vorstand der deutschen Daimler-Motoren-Gesellschaft (DMG) saß.

Schon ab  1911 produzierte Daimler Omnibusse, (hauptsächlich Doppeldeckerbusse)

Das erste Bus-Chassis der Firma war der KPL. Dabei handelte es sich um ein Fahrzeug mit einem aus Benzin- und Elektromotor bestehenden Hybridantrieb !

Die roten Doppeldecker Busse Londons – in aller Welt bekannt, stammen neben anderen Herstellern auch  von der Daimler Motor Company.  Später wurde Busse in alle Welt exportiert, so waren Daimler Busse zum Beispiel zwischen 1950 u. 1988 der am meisten eingesetzte Bustyp in Hongkong.

Bereits 1926 entstand der Daimler Double-Six – der erste europäische Serienwagen mit Zwölfzylinder – V – Motor. 1931 brillierte Daimler mit der ersten Flüssigkeitskupplung im Automobilbau, so dass sich zusammen mit einem Vorwählgetriebe bereits eine Art Schaltautomatik ergab Ab Herbst 1932 etablierte sich der 15 HP, der sich bis zum Krieg zum DB 18 weiterentwickelte.

Im 2. Weltkrieg produzierte Daimler ca. 9.500 Panzer und Panzerspähwagen.

Nach dem Krieg baute Daimler den DB 18 mit 2½ Litern Hubraum, die Karosserie wurde zunächst weitestgehend unverändert übernommen.

Die zur damaligen Zeit innovativen Daimler Fahrzeuge wurden gerne vom englischen Königshaus eingesetzt.

Der Firmenchef Sir Bernard Docker leistete sich gerne Extravaganzen, auch auf dem gesellschaftlichen Parkett. Das führte dazu, dass die soeben gekrönte Königin Elisabeth II.  ab 1955 keine Daimler mehr für offizielle Anlässe nutzte. Ein Jahr später verlor Sir Docker  seinen Chefposten

bei Daimler.

Daimler gab sich große Mühe, trotz der begrenzten Stückzahlen die Wagen technisch weiterzuentwickeln, man folgte Herstellern wie Rolls Royce und entwickelte u. a. die Repräsentationslimousine Majestic Major, welche Fahrleistungen ermöglichte, die man ihr bei ihrer klassisch britischen Formgebung gar nicht zugetraut hätte.

Der damit verbundene Aufwand überforderte das vergleichsweise kleine Unternehmen.

Am 26. Mai 1960 kaufte Jaguar die Daimler Motor Company und nutzte den Namen fortan für große Chauffeurslimousinen (bis 1992) sowie für besonders luxuriös ausgestattete Versionen

der Jaguar-Limousinen.

Im Jahre 1962  Jahr wurde der DS 420 vorgestellt. Dieses neue Spitzenmodell wurde nunmehr auch wieder vom Königshaus zu repräsentativen Zwecken gefahren. Der DS 420, wieder als Daimler Limousine bekannt, ist die bislang letzte von Daimler hergestellte Staatskarosse.

Ende 1989 übernahm die Ford Motor Company Jaguar und somit auch Daimler – bzw. die Namensrechte.

Im Jahre 2007 kaufte die Daimler AG einen Teil der Namensrechte von Ford, diese dürfen allerdings

lediglich als Handels – oder Firmenbezeichnung genutzt werden.

Seit 2008  sind Ford und somit auch Jaguar eine Tochtergesellschaft des indischen Tata Konzerns,

(Tata Motors)

Zum Anfang des Jahres 2009 wurde die Produktion der Daimler-Fahrzeuge eingestellt, nachdem 2008 weltweit nur noch 120 Fahrzeuge abgesetzt werden konnten. Der letzte Listenneupreis betrug knapp 119.000 Euro.

Daimler DB 18

Ab Herbst 1932 etablierte sich der 15 HP, der sich bis zum Krieg zum DB 18 weiterentwickelte.

Nach dem Krieg baute Daimler den DB 18 mit 6 Zylindern,  2½ Litern Hubraum, 70 PS, Spitzengeschwindigkeit 12o km/h  - die Karosserie wurde zunächst weitestgehend unverändert übernommen. 

Somit kann der DB 18 als noch als Vorkriegsmodell angesehen werden, er wurde von 1939 – 1950 gebaut.

Ein prominenter Besitzer eines DB 18 Cabrio aus dem Jahre 1939  war z.Bsp. Winston Churchill, der dieses Fahrzeug für private Ausflugsfahrten nutzte. 

Dieses Fahrzeug wechselte aktuell ( Sommer 2014 )  seinen Besitzer, als  Kaufpreis wurde ein Betrag von über € 210.00,- verlangt. ( = ca. Euro 250.000,- )

 

Ab 1950-52 in der Variante „Consort“  - mit  einigen technischen Veränderungen, sowie einer geringfügig anders gestalteten Karosserieform.

 

 

Unsere Fahrzeuge  

Daimler DB 18  Baujahr 1948   ( Limousine )

Daimler DB 18  Baujahr 1947   ( 4-sitziges Cabrio )

 

Daimler DB 18 Consort  Baujahr 1950 ( Limousine )

Daimler DB 18 Special Sports  Baujahr 1951  ( 3-sitziges Cabrio )

Daimler DB 18 –  technische Innovationen aus vergangener Zeit

Smooth as Flight”

Bereits vor dem Krieg ab 1939 gebaut, wurde der DB 18 nach dem Krieg weiterhin hergestellt.

Den Slogan „Smooth as Flight“ braucht man nicht übersetzen – man sollte allerdings  einmal mit diesen wunderbaren Fahrzeugen unterwegs gewesen sein, um diesen Slogan zu erfahren.

Auf der bequemen Rückbank sitzt man wie Zuhause auf dem Sofa, eine Beinfreiheit – wie man sie allenfalls nur in sehr großen, zeitgenössischen Limousinen findet. Eine gute Rundumsicht ist gegeben und man kann sich die Queen in diesem Fahrzeug durchaus vorstellen. Die 4  Türen öffnen sich rechtwinklig zum Auto, der Ein – u. Ausstieg ist sehr bequem.

Dem Fahrer steht  das Pre-Selection Getriebe ( Halbautomatik) zur Verfügung, die Kupplung

(Fluid Flywheel = hydraulische Kupplung )  ist ebenfalls eine von Daimlers Innovationen im PKW Bau der damaligen Zeit. Der 6 Zylinder Motor mit 2,5 ltr. Hubraum läuft ruhig und ist mit 70 PS in der Lage das Fahrzeug auf eine Geschwindigkeit von bis zu 120 km/h zu beschleunigen.  ( Heute fahren wir max. bis 80 km/h – um den Motor nicht zu überfordern )  Am schönsten fährt es sich in gemässtigtem Tempo über schöne Landstraße, das besondere Feeling liegt in der Entschleunigung.

Mit einem Oldtimer darf man langsam fahren und die Zeit im Auto genießen.

Die Fahrzeuge haben bereits eine automatische Schmierung eingebaut,  mittig vorne und hinten ist ein Wagenheber fest montiert.

Ab 1950 gibt es den Daimler DB 18 als Consort. Die vorderen Lampen sind in den Kotflügeln integriert, was den Wagen etwas moderner aussehen läßt. Außerdem wurden  die vorderen Bremsen mit Hydraulikbremszylindern versehen.

 

Weiterhin wurden diverse Cabrio Varianten hergestellt.

 

 

 

„Smooth as Flight“           -           erfahren Sie es   - erleben Sie es ! 

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